Der Namensgeber

Johann-Peter Hebel

10.05.1760 - 22.09.1826

Bahnbrecher der alemannischen Mundartdichtung und Volksschriftsteller
Seine Verse in alemannischer Mundart zeugen von schlichter Herzlichkeit, zarter Naturempfindung und tiefer Frömmigkeit. Die bunte Welt der Natur und des Volkslebens seiner Heimat spiegeln sich in zahlreichen Liedern und Gedichten wider. Hebel ist vor allem ein Meister der volkstümlichen Kalender- und Kurzgeschichten sowie Anekdoten. Seine kleinen, in sich geschlossenen Erzählungen haben bis heute nichts von ihrer Frische, Schalkhaftigkeit, Tiefe und dem liebenswerten Humor eingebüßt.

 1760Johann-Peter Hebel am 10. Mai in Basel geboren
 1772Besuch des Gymnasiums in Basel und der Lateinschule in Schopfheim
 1774Gymnasium in Karlsruhe
 1778 - 1780Studium der Theologie in Erlangen
 1780Predigtexamen in Karlsruhe; danach Hauslehrer und Vikar in Hertingen
 1783Präzeptoratsvikar am Pädagogikum in Lörrach
 1791Lehrer am Gymnasium in Karlsruhe; Subdiakonus der Hofkirche
 1803„Alemannische Gedichte“
 1808Direktor des Gymnasiums in Karlsruhe (bis 1814); seit 1808 Herausgeber des
Rheinländischen Hausfreundes (bis 1811)
 1811„Das Schatzkästlein des Rheinischen Hausfreundes“
 1814Mitglied des Konsistoriums
 1819Evangelischer Prälat
 1819 - 1821Mitglied des badischen Landtags
 1826Johann-Peter Hebel stirbt am 22. September in Schwetzingen

 

Seltsamer Spazierritt

Ein Mann reitet auf seinem Esel nach Haus und lässt seinen Buben zu Fuß nebenher laufen.

Kommt ein Wanderer und sagt: „Das ist nicht recht, Vater, dass Ihr reitet und lasst Eueren Sohn laufen: Ihr habt stärkere Glieder.“

Da stieg der Vater vom Esel herab und ließ den Sohn reiten. Kommt wider ein Wandersmann und sagt: „Das ist nicht recht, Bursche, dass du reitest und lässest deinen Vater zu Fuß gehen. Du hast jüngere Beine.“

Da saßen beide auf und ritten eine Strecke.

Kommt ein dritter Wandersmann und sagt: „Was ist das für ein Unverstand: zwei Kerle auf einem schwachen Tier; sollte man nicht einen Stock nehmen und euch beide hinabjagen?“

Da stiegen beide ab und gingen selbdritt zu Fuß, rechts und links der Vater und Sohn und in der Mitte der Esel.

Kommt ein vierter Wandersmann und sagt: „Ihr seid drei kuriose Gesellen. Ist´s nicht genug, wenn zwei zu Fuß gehen? Geht´s nicht leichter, wenn einer von euch reitet?“

Da band der Vater dem Esel die vordern Beine zusammen und der Sohn band ihm die hintern Beine zusammen, zogen einen starken Baumpfahl durch, der an der Straße stand, und trugen den Esel auf der Achsel heim.

So weit kanns kommen, wenn man es allen Leuten will recht machen.

Johann-Peter Hebel

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